Kroke & Supersiech – Kulturfabrik Kofmehl
Kroke & Supersiech
- Halle

Kroke PL & Supersiech CH

25 Jahre Städtepartnerschaft Krakau - Solothurn

Aus Anlass des 25-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft von Krakau und Solothurn wird eine Delegation aus Krakau die Stadt Solothurn besuchen. Damit die Feierlichkeiten nicht nur zwischen den politischen Gremien abgehalten werden, sondern auch die Bevölkerung etwas von diesem Jubiläum hat, offerieren die beiden Städte am 16. September ein Gratiskonzert der Krakauer Band Kroke und Dülü Dubachs Supersiech.

KROKE

1992 gründen die drei langjährigen Freunde und Absolventen der Krakauer Musikakademie Tomasz Lato (Kontrabass), Tomasz Kukurba (Geige) und Jerzy Bawoł (Akkordeon) die Gruppe Kroke (jiddisch für Krakau).  Die Band spielte zu Begin ihrer Karriere fast ausschliesslich traditionelle Klezmermusik. Je länger desto mehr wurde ihr aktuelles Schaffen jedoch von verschiedenen Stilrichtungen beeinflusst. Die drei Musiker sind ebenso fasziniert von Jazz und progressiver Musik, wie von authentischer jüdischer Musik. Auch ethnische Musik aus anderen Kulturen und Improvisationen sind wichtige Pfeiler der Musik von Kroke. So schufen sie ihren eigenen Stil, der über Grenzen, Formen und Zeit fliesst und in der weiten Welt der „World Music“ nur schwer einzuordnen ist.

“Auf der Basis traditionellen musikalischen Materials, das neu arrangiert und als Grundlage für Improvisationen genutzt wird, und mit dem Anspruch, das Wesen der menschlichen Natur und ihrer fundamentalen Emotionen zu übermitteln, schafft Kroke sowohl kompositorisch als auch durch den Sound etwas Neues und in der jüdischen Musik einzigartiges, sozusagen ‘Unerhörtes'”, heißt es über Kroke. Zu Recht!

Ihr Erfolg wurde immer internationaler und ihre Fanschar immer umfangreicher. Nicht nur das breite Publikum wurde auf Kroke aufmerksam, sondern auch andere Künstler. So lud Steven Spielberg, begeistert von einem Kroke-Konzert, die Band nach Jerusalem an die „Survivors Reunion Ceremony“ ein. Dank Peter Gabriel nahm Kroke am WOMAD Festival in Grossbritannien teil und das Stück „The Secrets of The Life Tree“ war Teil der Filmmusik für „Inland Empire“ von David Lynch. Auch ihre Auftritte und Aufnahmen mit Künstlern wie Nigel Kennedy, der norwegischen Band Tindra oder dem spanischen Geiger Diego Galaz zeugen von ihrem Einfluss auf andere Musiker. Kroke wird 2015 nur zweimal in der Schweiz zu sehen sein: In Solothurn im Kofmehl und am 9. Dezember im Theatre du Leman in Genf.

SUPERSIECH

Wer kennt sie nicht, den Solothurner Musiker Dülü Dubach und seine Band Supersiech: Grosses musikalisches „Know-How“, witzige und durchdachte Texte sowie pure Spielfreude zeichnet die vier Mannen aus, deren Vielseitigkeit den Kritikern häufiger zu denken gibt. Auf einer Clubbühne fühlen sich Dülü Dubach (Gesang und Akkordeon), Michael Leuenberger (Bass, Melodica, Perkussion und Gesang), Thomi Christ (Keyboard, Gitarre, Gesang und Melodica) sowie Tobi Knuchel (Schlagzeug) genauso wohl wie an einem Open Air.

Die neue CD von Supersiech „s Schicksal hueschtet“ zeigt das Schaffen der vier Musikanten aus dem Raum Solothurn/Bern in voller Bandbreite. Während die vorhergehenden Alben von Supersiech nebst Eigenkompositionen noch französische Tänze und Tom Waits–Covers enthielten, findet man auf der aktuellen CD ausschliesslich Songs aus der Feder von Sänger & Bandleader Dülü Dubach. Einige davon handeln vom Schleudern, in das man der Liebe wegen leicht geraten kann; andere rumpeln locker-flockig im Alltag herum. Dülü gewährt dem Hörer Einblicke in seine Gedankenwelt und lässt dabei kein Thema aus. Gespickt mit einer gehörigen Portion Selbstironie, singt er über zwischenmenschliche Beziehungen genau so wie über die subtile Erotik beim Kochen, über das Wetter oder den Neid und die Angst zu kurz zu kommen. Authentische Musik, die keinen Trends nachrennt, aber hundertprozentig von Herzen kommt. Entstanden ist ein Album, das vor Spielfreude und witzigem Charme nur so strotzt. Eine gelungene Mischung, die live offene Ohren und zuckende Füsse zu begeistern vermag.