Manillio – Kulturfabrik Kofmehl
Manillio
- Halle

Manillio CH

Mit neuem Album "Plus Minus" zurück im Kofmehl

Die Nummer 1, Goldstatus und Konzerte vor tausenden von Leuten – zweieinhalb Jahre nach dem Grosserfolg von “Kryptonit“ meldet sich Manillio Ende November mit einem neuen Longplayer zurück. Mit “Plus Minus“ gelingt dem Rap-OG ein organisches Werk, welches Tradition und Zeitgeist perfekt in Einklang bringt.

Zehn Jahre nach seinem Debut-Album verfügt Manillio über einen Erfahrungsschatz der ihn zu einer Koryphäe – einem sprichwörtlichen OG – der Schweizer Szene macht. Seine Alben sind Meilensteine in der hiesigen Rap-Historie und haben zwei, wenn nicht gar drei Generationen von Rappern nachhaltig beeinflusst. Mit dem Ende November erscheinenden neuen Longplayer “Plus Minus“ untermauert der 31-jährige seinen Status nachdrücklich.

Das State of the Art Rap-Album fürs Jahr 2019 ist in Zusammenarbeit mit den Produzenten Sir Jai, Ruck P und Wainvel entstanden. Ein bewährtes Team das sich lange kennt, hier aber nach einer neuen Formel zusammengearbeitet hat. „Ich habe den Jungs gesagt ich wolle ein Album machen, dass ich selber zum Kochen hören könnte,“ meint Manillio. Der Anspruch welcher bei den Kollegen für einige Lacher gesorgt hat, war schlussendlich das richtige Rezept. Die organische Herangehensweise bei der Produktion hat ein in sich absolut stimmiges Album hervorgebracht. Aktuelle Rap-Trends haben ihren Einfluss, definieren aber nicht den Sound von “Plus Minus“. Die Zusammenarbeit im Team war weit komplexer als das simple und vielfach übliche Zusammenfügen von Beat, Rap-Strophe und Hook. „Mal hatten Wainvel und ich eine Idee für einen Refrain, dann hat Ruck P eine Bridge hinzugefügt,“ erläutert Manillio die Entstehung: „Schlussendlich haben wir einfach die Musik gemacht die uns gefällt.“ Genauso intuitiv und natürlich verhielt es sich mit den Features. Jenes mit den langjährigen Weggefährten Lo & Leduc war längst überfällig, das mit Greis ist spontan aus einem gemeinsamen Nachtessen heraus entstanden.

Inhaltlich beschäftigt sich Manillio auf “Plus Minus“ mit dem Alltäglichen ohne dabei jemals belanglos zu wirken. “Supernintendo“ ist eine Ode an die eigene Rap-Sozialisierung, “180kmh“ ein getriebener Lovesong und “Vakuum“ eine Hymne für die unabhängigen Kreativköpfe im Umfeld des Rappers. Raptechnisch komplex und dennoch total entspannt schafft er es die oft herrschende Ratlosigkeit zu beschreiben. Die kleinen Unsicherheiten des Lebens bringt er mit anspruchsvollem Songwriting und treffenden Metaphern auf den Punkt. Erfolgsdruck und Sensationsgier sind für Manillio passé: „Es gibt Ups und Downs, Plus- und Minuspole, die Energie wirkt dazwischen und ich versuche irgendwie damit umzugehen!“